Wie funktioniert ein Routenplaner ?

Virtuelle Routenplaner und elektronische Navigationssysteme sind interaktive Datenbänke. Von herkömmlichen Landkarten unterscheiden sie sich vor allem durch die Menge und Komplexität der Informationen, die sie Nutzern zum individuellen Abruf und Dialog anbieten. Trotzdem haben der gute, alte Stadtplan und Straßenatlas noch viele treue Freunde.

Nützliche Werkzeuge im Internet

Haushalte ohne Internetanschluss werden immer seltener. Dasselbe gilt für Menschen ohne Mobiltelefon und Autos ohne Navigationssystem. Das Wort "Informationszeitalter", das bereits in den 1990er Jahren durch die Medien geisterte, ist für die meisten zu täglich erlebbarer Realität geworden. Im Informationszeitalter zu leben hat viele Vorteile, an denen sich nicht nur die erfreuen, die sie bereits seit frühester Jugend kennen und nutzen. Viele Erwachsene, die als Jugendliche noch Plattenspieler hatten und zur Beantwortung kniffliger Fragen den richtigen Band der schweren Enzyklopädie vom Regal hieven und durchsuchen mussten, genießen immer wieder ganz bewusst die Erleichterungen von Computerarbeitsplatz, virtuellen Nachschlagewerken und leichtgängigen Tastaturen. Kostenlose und praktische Tools wie der Routenplaner lassen sich in der Regel leicht bedienen und gehören längst zum Alltag: Vor längeren Fahrten oder Ausflügen in unbekanntes Terrain zeigen sie nicht nur die jeweilige Entfernung zum Ziel und dessen Position auf der Landkarte: Auf Wunsch finden sie auch in Sekundenschnelle die kürzeste, längste, wirtschaftlichste, schnellste oder landschaftlich reizvollste Fahrstrecke dorthin, schätzen die Dauer der Fahrt, planen Zwischenstopps ein und weisen auf Sehenswürdigkeiten hin.

Individuelle Routenplanung

Routenplaner werden vor allem am PC oder als Navigationshilfe im Auto verwendet. Viele Neuwagen bringen das elektronische Orientierungswerkzeug bereits ab Werk mit; der neue Besitzer muss in aller Regel nur den Kartensatz prüfen und gegebenenfalls ein Update durchführen. Routenplaner für Kraftfahrzeuge sind nicht automatisch mit den gleichen Daten bestückt: Spezielle Exemplare für Lastkraftfahrer zeigen zielgruppenrelevante Informationen, etwa Straßen und Brücken mit Gewichtsbeschränkungen, besonders niedrige Durchfahrten oder Raststätten, an denen Duschen preiswert zur Verfügung stehen. Routenplaner für Sportradler oder Radwanderer suchen gezielt nach Radwegen und weichen davon mit der vorgeschlagenen Strecke nur ab, wenn sie keine finden. Wer als einzige Karte den Routenplaner seines Computers nutzt, kann sich die Bildschirmanzeige als Gedächtnisstütze ausdrucken. Routenplaner-Ausdrucke sind als Navigationshilfen jedoch zweite Wahl: Erstens verdeckt oftmals gerade die dick eingezeichnete Fahrstrecke wesentliche Details zur Straßenführung, zweitens stellen die entsprechend kompakten Kartenausschnitte oft keinen validen Plan B zur Verfügung, wenn die eingetragene Strecke sich wegen eines Staus oder einer Sperrung nachträglich als Holzweg entpuppt oder der Fahrer vom richtigen Weg abgekommen ist und ihn schnell wiederfinden muss.

Regelmäßige Updates

Der Kartensatz eines Online Routenplaners wird übers Netz automatisch auf dem neuesten Stand gehalten, während viele ältere Autonavigationssysteme sich nicht selbsttätig aktualisieren können. Sie sind dabei auf die Hilfe ihres Besitzers angewiesen, der die erforderlichen Datensätze, Ergänzungen oder Erweiterungen von Zeit zu Zeit über ein Kabel einpflegen kann. Veraltete Karten können den Fahrer in die Irre oder sogar in gefährliche Situationen schicken und kosten ihn häufiger Zeit und Nerven durch unnötige Umwege und fällige Wendemanöver. Die Hartnäckigkeit, mit der ein schlecht informiertes Maschinchen in solchen Fällen an seinen Fehlinformationen festhält, hat schon manchen Fahrer dazu getrieben, es aus dem Fenster zu werfen; wer sich jedoch zu diesem Schritt entschlossen hat, tut gut daran, den guten, alten Autoatlas als Ultima Ratio zur Hand nehmen zu können.

Information über Auge oder Ohr

Der Routenplaner am PC kommuniziert mit dem Nutzer in aller Regel lautlos und bietet dazu probate Mittel und Methoden an, etwa Wort, Zahl, Bild und Bedienfeld. Ein GPS-Navi im Auto verfügt hingegen über eine Stimme, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits nach kurzer Zeit den Insassen auf die Nerven geht. Computerstimmen werden von vielen Fahrern trotz ausreichender Lautstärke und klarer Aussprache schlecht verstanden, da es Ihnen im Vergleich zu menschlichen Stimmen an Dynamik fehlt und gegenüber menschlicher Sprache an Modulation, Subtext und anderen feinen Tönen zwischen den Worten. Wer die Stimmfunktion jedoch abschaltet, muss auf den (meist sehr kleinen) Bildschirm schauen, um sich zwischendurch zu orientieren. Einen Kompromiss können Aufnahmen menschlicher Stimmen darstellen, die gegen Bezahlung oder als Gratis-Pack aus dem Netz heruntergeladen werden können. Es gibt sogar die Möglichkeit, das Navi mit einer prominenten Stimme aufzurüsten, in der es fortan zum Fahrer sprechen wird. Besonders beliebt zu Beginn dieses Trends waren etwa die Stimmen von Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki und Moderatorin Verona Pooth.


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