Die Pfalz als interessantes Reiseziel

Die Pfalz ist eine Region im Südwesten Deutschlands. Nördlich grenzt sie an den Hunsrück, im Osten an den Rhein und im Süden das französische Elsass. Während West- und Nordpfalz das Mittelgebirge des Pfälzer Waldes bilden, sind die Vorder- und die Südpfalz Teil der Rheinebene und landschaftlich von Acker- und Wiesenflächen geprägt. Per Autobahn ist die Vorderpfalz sowie die Südpfalz am besten über die A65 zu erreichen. Durch den Pfälzer Wald selber führen keine Autobahnen. Allerdings gibt es eine Reihe gut ausgebauter Bundesstraßen wie etwa die B10, welche bis in das westlich angrenzende Saarland führt. Insgesamt hat die Pfalz eine Größe von etwa 5.450 Quadratkilometer auf denen 1,4 Millionen Einwohner leben.

Kultur, Wein und mehr: die Vorder- und die Südpfalz

Die wohl wichtigste Sehenswürdigkeit der Pfalz ist der Dom von Speyer. Mit seinem Bau wurde bereits im Jahre 1025 begonnen. Er ist die größte bis heute erhaltene romanische Kirche der Welt. Seine Länge beträgt 134 und die Breite des Landhauses 33 Meter. Die Westtürme erreichen eine Höhe von über 71 Metern. Bereits seit 1981 ist der Speyerer Dom Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Weiterhin befindet sich in Speyer ein Technik-Museum in welchem die Geschichte der Fahrzeug und Flugzeugtechnik auf insgesamt 115000 Quadratmetern Ausstellungsfläche nachgezeichnet wird. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann in der Vorderpfalz einen Ausflug in den Freizeitpark Holiday Park bei Hassloch unternehmen. Besonders schön ist eine Reise durch die Vorder- und Südpfalz allerdings im Herbst. Dank des milden Klimas hat man hier bei Spaziergängen durch die Weinberge eine gute Chance auf goldene Oktobertage. In den kleinen Weinorten wird zu dieser Zeit der "Neue Wein" gerne zusammen mit einem Stück Zwiebelkuchen angeboten. Überhaupt sind es die kleinen Weindörfer, welche den eigentlichen Reiz dieser Region ausmachen. Ganz im Zeichen des Weins steht auch der alljährliche Wurstmarkt in Bad Dürkheim, seines Zeichens das größte Weinfest der Welt.

Schöner lässt sich kaum wandern: der Pfälzer Wald

Westlich der vorderen Pfalz erheben sich die Berge des Pfälzer Waldes. Seine höchste Erhebung ist mit 687 Metern der Donnersberg. Nur wenige Mittelgebirge verfügen über ein ähnlich gut ausgebautes und ausgeschildertes Wanderwegenetz wie dieser Teil der Pfalz. Vom Frühjahr bis zum Herbst wird längs der Wege eine Vielzahl von Wanderhütten durch den Pfälzer Wald Verein betrieben. Neben typischen einfachen Pfälzer Gerichten wie Saumagen, Leberknödel und Bratwurst mit Kraut werden dort selbstverständlich auch Bier und Wein ausgeschenkt. Da die Preise in diesen Häusern mehr als zivil zu bezeichnen sind, benötigt man auch für längere Wanderungen keinen Rucksack mit eigener Verpflegung. Eine weitere Besonderheit des Pfälzer Waldes ist die hohe Zahl an Burgruinen die sich noch längs des Weges finden lassen. Einen sehr schönen Blick auf das umliegende Hügelland hat man von der Ruine Neuscharfeneck bei Ramberg aus. In Grenznähe zu Frankreich findet man besonders viele dieser alten Gemäuer. Die wohl bedeutendste ehemalige Burg dieser Region bildet der Trifels bei Annweiler. Zur Zeit der Staufer wurden dort die Reichskleinodien verwahrt. Nach Rückzug aus dem Kreuzzug im Heiligen Land wurde dort der englische König Richard Löwenherz gefangen gehalten. Die Burg wurde in weiten Teilen wieder in Stand gesetzt, sodass sie einen besonders guten Eindruck des Lebens im Mittelalter vermittelt. Auch von ihren Zinnen aus genießt man einen herrlichen Blick auf die Berge der Pfalz.


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