Autobahn Raststätte Illertal an der A7

Die Raststätte Illertal Ost ist keine Raststätte wie jede andere: Als Kunst-Raststätte ist sie bundesweit bis heute einmalig geblieben. Die sehenswerte Anlage befindet sich in Oberschwaben an der Autobahn A7 in Fahrtrichtung Norden auf Höhe des Streckenkilometers 874. Die beiden nächstgelegenen Abfahrten sind Dettingen an der Iller sowie Altenstadt an der Iller. Mithilfe des Routenplaners ist die Raststätte leicht zu finden.

Aufsehenerregender Neubau

Ursprünglich war die Raststätte Illertal Ost eine kleine Anlage in kompakter Bauweise, die nur über 32 Sitzplätze verfügte. Da diese den modernen Anforderungen nicht mehr genügte, wurde sie durch einen Neubau ersetzt, mit dem im März 1996 begonnen wurde. Die Einweihung der Anlage fand am 19. November 1997 statt. Heute bietet verfügt die Raststätte Illertal Ost über ein Selbstbedienungsrestaurant mit 212 Sitzplätzen sowie weiteren 120 Plätzen auf der Terrasse. Errichtet wurde die neue Anlage durch einen Investor, dem von der Firma Tank & Rast ein Erbbaurecht eingeräumt wurde. Das Parkplatzangebot ist heute deutlich größer und umfasst neben fünf Behinderten-Parkplätzen und sieben Bus-Parkplätzen 112 Parkplätze für Pkw sowie 41 Lkw-Parkplätze.

Ein Entwurf von Herbert Maierhofer

Entworfen hat die Anlage der österreichische Künstler und Architekt Herbert Maierhofer, der sich mit seinem Konzept an die Kunst-Raststätten in Österreich anlehnte. Von den Baukosten, die sich insgesamt auf etwa 14 Millionen DM beliefen, entfiel rund ein Viertel auf das aufwendige Design. Das Raststättengebäude ist heute ein in vielen bunten Farben gestalteter Fantasiebau, an dem sich Stilelemente aus verschiedenen Ländern und Epochen finden. Der hohe Aufwand für den Bau scheint sich allerdings gelohnt zu haben, denn mit 5,3 Millionen DM konnte die Raststätte Illertal Ost ihr Umsatzziel von 3,6 Millionen DM bereits im ersten Betriebsjahr deutlich übertreffen. Als Material für den Bau der gekrümmten Außenwände dienten Blähtonsteine mit integrierter Polystyrol-Hartschaum-Wärmedämmung. Dagegen bestehen die drei Türme jeweils aus einem kompletten Kunststoff-Bauteil, das per Hubschrauber eingeflogen und dann montiert wurde.


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