Autobahn A17 - Informationen zur Routenplanung



Von Dresden in südlicher Richtung zur tschechischen Grenze verläuft die Autobahn 17. Durchgängig befahrbar ist die A 17 seit Dezember 2006. 1998 begann der Bau der A17. Die weitere Strecke führt bis Prag auf der tschechischen Seite. In Tschechien fehlen momentan noch ca. 16 km zwischen Rehlovice, welches südwestlich von Usti nad Labem liegt und Lovosice. Die Autobahn A 17 liegt auf verschiedenen Höhen, Unterschied von mehr als 600 Metern, und dient im Raum Dresden gelegen am Südrand des Elbtalkesels dem regionalen Verkehr. Der Bau der A17 war sehr aufwendig und ist bereits durch viele Brücken und Tunnel in der Nähe von Dresden geprägt. 680 Millionen Euro kostete die gesamte Strecke von 44,6 km. Pro Autobahnkilometer sind das 15,25 Millionen Euro.

Der Verlauf

Parallel zum historischen Erzgebirgspass verläuft die Autobahn A17. Mal abgesehen davon, dass sie mittels moderner Betonbrücken ohne immense Höhenunterschiede die Kerbtäler durchquert, folgt sie nach der Überbrückung des Müglitztals, dem Verlauf der Dresden-Teplitzer Poststraße sowie dem Kulmer Steig direkt nach der Überbrückung. Die A 17 ist weitgehendst durchgängig vierstreifig plus einem Standstreifen. Der Regelquerschnitt der A17 liegt bei 29,5 Meter und auf den Großbrücken bei 29,0 Meter.

Die Geschichte

Aus dem Jahr 1938 stammen die ersten Pläne hinsichtlich der Autobahn A 17 unter dem Namen "Strecke 72". Geplant wurde eine süd-westliche Variante bei Dresden wie auch eine nord-östliche über Pirna und die Dresdner Heide. 1940 wurde die nord-östliche Variante beschlossen. Kriegsbedingt kam es aber nicht zu konkreten Bauarbeiten. Ab Ende der 1960 er Jahre wurde in der DDR aufgrund der Vorkriegsplanungen auch die Prager Verbindung wieder ins Auge gefasst. Eine südliche Trassenführung, ähnlich der wie sie heute ist wurde Ende der 1970er Jahre beschlossen, doch wahrscheinlich aus Kostengründen kam das Projekt nicht hinaus über die konkretisierten Planungen. Die Befürworter argumentierten nach 1990, dass durch den ansteigenden LKW-Verkehr auf der Bundesstraße 170 der Bau immer dringender würde. Diverse Trassen wurden anknüpfend an die bestehenden Planungen konzipiert westlich von Dresden. Von diesen wurde eine recht stadtnahe Variante beschlossen.

Der Schutz

Aus Gründen des Landschaftsschutzes wurde der Abschnitt von Pirna bis hin zur Staatsgrenze allerdings weiter gen Westen geplant. Die ursprüngliche Trassenführung berührte die Nationalparkregion Sächsische Schweiz. Anfang der 1990er Jahre war der Name A17 vorgesehen für eine andere Autobahn. Diese sollte führen von Bautzen in südöstlicher Richtung nach Zittau und dann weiter nach Tschechien. Sie hätte dort Anschluss an die D 35. Abschnittweise wurde auf der Trasse die Bundestraße 178 realisiert. Vorgesehen war in Zittau auch ein Dreieck mit der Bundesautobahn 18 nach Cottbus, welche aber nicht gebaut wurde. Die A17 von heute nach Prag sollte geführt werden als ein Teil der Bundesautobahn 13.


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