Autobahn A111 - Informationen zur Routenplanung



Das nur 17 Kilometer lange Stück Autobahn A111 im Norden Berlins hat es in sich. In einem Teil der Fahrbahndecke befindet sich seit der Sanierung 2011 modernste Informationstechnik. Der Zubringer zur Autobahn Hamburg zwischen dem Berliner Ring (A10) und dem Berliner Stadtring (A100) wurde zwischen 1975 und 1987 gebaut und verläuft auf dem mittleren Teilstück, zwischen Tegel und Heiligensee, zu einem großen Teil unter dem Landschaftsniveau. Der Einschnitt ist teilweise zugedeckt, so dass gut zweieinhalb Kilometer der A 111 im Berliner beziehungsweise Brandenburgischen Flachland durch insgesamt fünf Tunnel führen.

Die Geschichte der Autobahn A111

Die A 111 entstand während der Zeit der deutschen Teilung und lief bis zur Neunummerierung 1990 unter der Kennzeichnung A 11. Der längere Teil der Strecke, von Charlottenburg bis Heiligensee, führte damals durch Westberlin. Am heutigen Rastplatz Stolper Heide befand sich die Grenzübergangsstelle Heiligensee/Stolpe zwischen Westberlin und der DDR. Nachdem 1982 die A111 bis zum Anschluss an den Berliner Ring im Brandenburgischen Hennigsdorf fertiggestellt war, ermöglichte die Autobahn eine deutliche Verkürzung der Transitverbindung Richtung Hamburg. Bis dahin musste auch der gesamte Transitverkehr nach Norddeutschland durch die Grenzübergangsstelle Dreilinden/Drewitz im Berliner Süden.

Besonderheiten der A111 Trassenführung

Zwischen Tegel und Stolpe führt die A111 durch den Tegeler Forst und verläuft bei Heiligensee direkt an der Grenze der Siedlungsgebiete. Um die Teilung der Landschaft durch die neu geschaffene Autobahntrasse zu begrenzen wurde hier ein Einschnitt geschaffen, in dem die Fahrbahn verläuft. In einzelnen Abschnitten wurde der Einschnitt zugedeckt und wieder bewaldet. Neben den Tunneln am Flughafen und im Stadtgebiet Tegel entstanden hierdurch der 250 Meter lange Forsthaustunnel sowie der Beyschlagtunnel, der an einem gleichnamigen Siedlungsgebiet in Schulzendorf liegt und sich über 500 Meter erstreckt. Durch die wechselnden Lichtverhältnisse und Straßenbedingungen, die sich aus dieser Trassenführung ergeben, ist dieser Teil der A 111 ein Unfallbrennpunkt. Dies erklärt die vergleichsweise strenge Geschwindigkeitsbegrenzung in diesem Abschnitt der Autobahn. Erschwert wird die Problematik noch durch die fehlenden Ausweichmöglichkeiten. Unfälle in diesem Bereich der A 111 führen daher schnell zu langen Staus und ein Routenplaner ist hier eine wertvolle Hilfe. Das gilt besonders, weil die Ruppiner Chaussee, die hier parallel zur A 111 verläuft, nur für den Anliegerverkehr freigegeben ist.

Innovation auf der A111

Bei der Sanierung der Fahrbahndecke eines 7,5 km langen Teilstücks der A 111 im Bereich Hennigsdorf wurde Ende 2011 alle 50 Meter ein Transponder in die Fahrbahndecke eingebaut, der Informationen über die Verarbeitungs- und Umweltbedingungen beim Bau des jeweiligen Straßenabschnitts gespeichert hat. Dieses Pilotprojekt soll Auskunft geben, warum einzelne Fahrbahnabschnitte sehr unterschiedliche Haltbarkeit zeigen, obwohl sie aus demselben Material und mit denselben Maschinen gebaut wurden. In einem weiteren Schritt sollen zukünftige Transponder auch Messwerte aufnehmen könne, wie die Temperatur im inneren der Fahrbahndecke. Dadurch würden beispielsweise zuverlässige, lokale Glatteiswarnungen möglich.


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